Bürgerbahn-Denkfabrik solidarisiert sich mit den Forderungen der GDL

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11.01.2024 Pressemitteilung zur Tarifrunde der GDL und den Streiktagen 10.01. bis 12.01.2024
„Viel Gegenwind für die GDL – aber das ist sie seit Jahren gewohnt und geübt.“

Die Situation mit Humor nehmen. Ein Tweet lautet: „Bahnstreik in Deutschland. Positiv sehen! Es gibt keine defekte Heizung, Bord-Restaurant oder Weichenstörung über die man sich aufregen kann.“

Wieder einmal bekommen GDL und ihre Mitglieder die volle Wucht einer Anti-Haltung entgegen geschleudert. Medien und Politiker*Innen warnen und malen ein bundesweites Chaos auf der Bahn.
Die „Bild“ warnt in einem Kommentar die Lokführer, dass sie nicht überziehen sollen, denn die Industrie tüftelt an Zügen ohne Lokführer.

Streiktage ab  09.01.2024 / 10.01. bis 12.01.2024

Die GDL bestreikt seit Dienstag  den Güterverkehr  und seit  Mittwoch bundesweit den Güterverkehr und den Personenverkehr. Alle Versuche des DB-Vorstands  den bundesweiten Streik zu verhindern, sind eindeutig gescheitert. Auch die GDL hat Streikrecht und ihre Mitglieder haben vorweg in einer bemerkenswerten Urabstimmung ( Briefwahl ) mit fast 98 % für Streikmaßnahmen gestimmt.
Das sind eindrucksvolle Zahlen. Und viele Menschen zollen der GDL Respekt zu dieser Urabstimmung.

Bürgerbahn-Denkfabrik solidarisiert sich mit den Forderungen der GDL.

Diese sind  eigentlich für die Deutsche Bahn AG und andere Bahngesellschaften zukunftsweisend.
Und mit zwei regionalen Bahnanbietern hat die GDL letzte Woche schon Tarifvereinbarungen getroffen. Siehe
Hier
Ohne eine bessere Arbeitszeitstruktur und ohne Absenkung der wöchentlichen Arbeitszeit auf 35 Stunden – natürlich in abgestimmten Schritten –  werden Berufe bei der Deutschen Bahn oder auch bei anderen Bahngesellschaften weiter heftig unattraktiv.

Die IG-Metall und andere Gewerkschaften haben längst die 35 oder 37,5 Std. Woche. Darüber regt sich in Deutschland längst niemand  mehr auf. Und die Bahn braucht dringend neue Arbeitnehmer*Innen.
Daher sind Forderungen nach besserer Arbeitszeiten und Schichtsystemen und Arbeitszeitreduzierungen zukunftsweisend.

Die Medien berichten derzeitig ungern über das Kernstück der GDL Forderung „Arbeitszeiten und Schichtarbeit“. Viel lieber wird der jetzige Vorsitzende der GDL Claus Weselsky aufs Korn genommen.
Interessant ist aber, dass viele Gewerkschaftsmitglieder sich auch in ihrer Gewerkschaft so einen Weselsky wünschen. Gradlinig, mit viel Rückgrat und bei bestimmten Themen sehr kämpferisch.

Die GDL und ihre Mitglieder kämpfen um diese Forderungen 2023/2024:
(
www.gdl.de )

  1. Entgelterhöhung für alle Beschäftigtengruppen von 555 Euro
  2. Erhöhung der betrieblichen Altersvorsorge auf fünf Prozent
  3. Belastungssenkende Regelungen, wonach bei einer Arbeitsphase von längstens 120 Stunden eine Ruhe von mindestens 48 Stunden folgen muss
  4. Absenkung der Arbeitszeit auf die durchschnittliche 35-Stunde-Woche für alle Arbeitnehmer im Schichtdienst
  5. Eine Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 3 000 Euro für alle Arbeitnehmer (Auszubildende 1 500 Euro)

Neben den Kernforderungen hat die GDL gegenüber der DB AG spezielle Forderungen für die einzelnen Berufsgruppen gestellt. Diese sind unter anderem:

  • Verbesserung der Ruhezeiten für Arbeitnehmer im Netzbetrieb
  • Verkürzung des Abrechnungszeitraums auf zwei Monate
  • Verbesserung der Urlaubsstafel, Einführung einer Regelung zur Teilzeit im Alter, Einführung von Erschwerniszulagen für Arbeitnehmer der Netzinstandhaltung
  • Die Laufzeit der Tarifverträge soll zwölf Monate betragen.


Sprecher  von Bürgerbahn – Denkfabrik für eine starke Schiene und Herausgeber dieser Webseite:
Prof. Heiner Monheim
Haus 4 Alte Meierei
23717 Kasseedorf OT Stendorf
Mobil: +49-170-8048154
Festnetz; +49-4528-9344929
Mail: 
heinermonheim@yahoo.de
Web: 
http://www.heinermonheim.de 

Mitglieder bei Bürgerbahn – Denkfabrik für eine starke Schiene sind (Stand 1.12.2023):
Tom Adler (Stuttgart) / Angela Bankert (Köln) / Heino Berg (Göttingen) / Stefan Brunotte (München), Ernst Delle (Schorndorf) / Dirk Elmer (Hamburg) / Michael Seils(Porta Westfalica)Dr. Christoph Engelhardt (München) / Klaus Gietinger (Saarbrücken) / Volker Krombholz (Berlin) / Dipl.Ing. Eberhard Happe (Celle) / Johannes Hauber (Mannheim) / Prof. Wolfgang Hesse (München) / Joachim Holstein (Hamburg) / Michael Jung (Hamburg) / Andreas Kegreiß (Herrenberg) / Andreas Kleber (Schorndorf) / Ernst-Günter Lichte (Hamburg)  / Prof. Heiner Monheim (Stendorf) / Roland Morlock (Esslingen) / Andreas Müller-Goldenstedt (Hamburg) / Christoph Ohliger (Rosenheim) / Prof. Helge Peukert (Siegen) Jürgen Resch ( Dt. Umwelthilfe) / Markus Schmidt (Limburg) / Dr. Winfried Wolf (Potsdam) ( Mitbegründer, am 22.05.2023 verstorben )

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