Die Kriegsbahnen (6)

Militärisch motivierter Bahnausbau In der Zeit des stürmischen Bahnausbaus in Europa spielten auch militärstrategische Gesichtspunkte eine große Rolle für den Bahnausbau. Mit Hilfe der Bahnen konnte man viel schneller als bisher Truppen und Material in großen Massen und über große Distanzen transportieren. Daher wurden insbesondere in grenznahen Regionen der damals (zwischen 1850 und 1914) bedeutsamen innereuropäischen Grenzen die Schienennetze auch …

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Die Bahn als Kunstmotiv (5)

Der luxuriöse Beigeschmack des bürgerlichen Bahnreisens animierte seinerzeit viele Künstler, in ihren Bildern, Musikstücken, später auch Fotoserien und Filmen die Bahn als faszinierendes Medium zu nutzen. Da Bahnhöfe sehr spezielle Orte waren, mit sehr eigener Architektur, bunter Mischung von Reisenden, konzentrierter Wirtschaftstätigkeit und vielfach Sehnsuchtsort des Ankommens oder Abreisens, nahm sich die Kunst in Zeiten des Bahnbooms intensiv und in …

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Bahnen und Tourismus (4)

Reisen als bürgerliches Vergnügen Im Zeitalter der Industrialisierung erreichte das Bürgertum einen beachtlichen Wohlstand. Während bis dahin Vergnügungs-, Bildungs- und Erholungsreisen das Privileg des begüterten Adels waren, konnten sich jetzt viel mehr Menschen eine längere Reise leisten. Gleichzeitig wuchs wegen der starken Umweltbelastungen durch die Industrialisierung und wegen des rasanten Städtewachstums der Industriestädte das Gesundheits- und Umweltbewusstsein. Die Reise in …

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Bahnen und Wirtschaft (3)

Die Bahnen in der Industrialisierung Die Industrialisierung Europas war eng mit der Bahnentwicklung verknüpft. Bahnen machten einen sehr viel schnelleren und billigeren Transport aller wichtigen Güter und Rohstoffe möglich. Bahnen machten die potenziellen Arbeitskräfte mobil und erlaubten ihnen, schnell in die aufstrebenden Standorte und Städte zu wandern. Bahnen beförderten die Massen von Pendlern täglich von den Wohnungen zu den Arbeitsplätzen. …

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Bahnen, Architektur und Stadtentwicklung (2)

Bahnen forcieren Raumentwicklung In der Blütephase der stürmischen Industrialisierung und Stadtentwicklung Europas spielten die Bahnen eine entscheidende, raumstrukturierende Rolle. Zunächst wurden die Schienentrassen am Rande der damals noch überwiegend sehr kompakten Städte jenseits der alten Mauern und Wälle gebaut. Hier war Platz für eine neue Entwicklung. Es entstanden neue Bahnhofsviertel mit typischen Mustern, deren Straßennetze meist zentral auf den damaligen …

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Bahnen gestern, heute und morgen (1)

Früher Bahnboom Die europäische Bahnentwicklung hatte eine eindrucksvolle Blütephase parallel zur Industrialisierung. Überall wurden stürmisch und im großen Konsens von Politik, Wirtschaft und Bürgern Bahnnetze ausgebaut. Für die Fernbahnen baute man die großen nationalen und internationalen Verbindungen (die sogenannten »Hauptbahnen«) mit leistungsfähigen Knoten, hoher Kapazität und großartigen Bahnhöfen. Für die regionalen und lokalen Bahnen (einschließlich Straßenbahnen und Überlandstraßenbahnen) baute man …

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rail blog 258 / Heiner Monheim

Bahnlandschaften. Vergangenheit und Zukunft der Bahnen Einleitung: die Ausstellung Bahnlandschaften des Kuratoriums für technische Kulturgüter in der Franzenfeste in Südtirol Im Jahr 2017 organisierte das Kuratorium für technische Kulturgüter in Südtirol parallel zum 150. Jubiläum der Brennerbahn in der Franzenfeste eine viel beachtete Ausstellung mit dem Titel »Bahnlandschaften – Zukunft Bahn«. Der Inhalt dieser reichhaltig illustrierten Ausstellung wurde auch veröffentlicht …

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5. Prinzip Hoffnung: Wie sieht »übermorgen« eine nachhaltige Verkehrswelt aus?

Letzter Teil des fünfteiligen Beitrags zur Rolle der Kirchen für eine umweltorientierte Verkehrspolitik. Hier geht es zu Teil 1 und Teil 2 und Teil 3 und Teil 4 Szenarien über ferne Zukünfte sind gewagt. Zu viele Randbedingungen können sich ändern. Nicht alle gerade wahrnehmbaren Trends werden andauern. Gerade die Kirchen befassen sich aber im theologischen Sinn immer wieder mit »Endzeitfragen«, …

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4. Global vernetzte Kirchen

Teil 4 des fünfteiligen Beitrags zur Rolle der Kirchen für eine umweltorientierte Verkehrspolitik. Hier geht es zu Teil 1 und Teil 2 und Teil 3 Die christlichen Kirchen sind nahezu weltweit aktiv. Sie sind global vernetzt wie kaum eine andere Organisation. Das bietet dem Kirchenvolk die Chance, sich sehr viel intensiver auszutauschen über unterschiedliche Lebensbedingungen, politische Rahmensetzungen und Leitbilder. Aus der Vielfalt unterschiedlicher …

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3. Marktmacht und moralische Einflussnahme auf die Verkehrspolitik

Teil 3 des fünfteiligen Beitrags zur Rolle der Kirchen für eine umweltorientierte Mobilitätspolitik. Hier geht es zu Teil 1 und Teil 2 Aus heutiger Sicht gibt es mehrere strategische Positionierungen, mit denen die Kirchen erheblichen Einfluss auf die künftige Verkehrsentwicklung nehmen könnten. Die beachtliche »Marktmacht« der Kirchen und kirchenangehörigen Organisationen und ihres Beschaffungswesens kann genutzt werden, Einfluss auf das Marktverhalten …

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2. Kirchen als historische Mobilitätstreiber

Teil 2 des fünfteiligen Beitrags zur Rolle der Kirchen für eine umweltorientierte Verkehrspolitik. Hier geht es zu Teil 1 Kirchen sind traditionell wichtige Mobilitätstreiber, vergleichbar den anderen großen Mobilitätstreibern Militär, Tourismus und Wirtschaft. Pilgerreisen und Konzilsreisen als Vorläufer des Tourismus: Eine sehr frühe Form des Tourismus waren Pilgerreisen. Sie mobilisierten immer wieder Menschenmassen. Und zwar sowohl im regionalen Maßstab bei …

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1. Die Rolle der Kirchen für eine umweltorientierte Mobilitätspolitik

Die Rolle der Kirchen in der Verkehrspolitik Dieser Text ist wegen seiner Länge in fünf Beiträge aufgeteilt, die in den nächsten Wochen publiziert werden. Kirchliche Macht der »großen Zahlen«: In der Verkehrspolitik spielen große Mitgliederorganisationen eine wichtige Rolle. Man denke nur an die großen Automobilverbände und Umweltverbände oder die verschiedenen Gewerkschaften. Die größten deutschen Mitgliederorganisationen sind aber immer noch die …

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5. Immanuel Kants Seelenlehre auf dem Zimmerboden?

Die Modelleisenbahn – Spielzeug oder mehr? Teil 5 des fünfteiligen Gastbeitrags von Rolf Derenbach. Hier geht es zu Teil 1 und Teil 2 und Teil 3.und Teil 4. Kann die Modelleisenbahn ein Nachbau unserer inneren, seelischen Welt sein? Warum nicht? Ist nicht unser Denkvermögen ganz ähnlich gelagert? Zwischen den Nervenbahnen und eingelagerten Verzweigungsschaltern bewegen sich die Gedankenzüge beladen mit Neuronengepäck in das Zentrum, den Bahnhof …

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4. Die Eisenbahn in kosmologischer Sicht

Die Modelleisenbahn – Spielzeug oder mehr? Teil 4 des fünfteiligen Gastbeitrags. Hier geht es zu Teil 1 und Teil 2 und Teil 3. Vom Zugfahren und vom Modellbauen aus kann kam man ohne großen Umweg zu kosmischen Dimensionen kommen, eine Geometrie aus Raum (das Nebeneinander), Zeit (das Nacheinander) und der Bewegung als Synthese aus beiden. Alles, was ist, vom Atom- …

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3. Die Entwicklung des Eisenbahnwesens

Die Modelleisenbahn – Spielzeug oder mehr? Teil 3 des fünfteiligen Gastbeitrags von Rolf Derenbach. Hier geht es zu Teil 1 und Teil 2. Sie ist die Geschichte einer wahren Explosion! Das heißt: die Eroberung des Raums durch ein Spinnennetz. Die bestehenden Wege waren noch zu Goethes Zeit ein ganz erhebliches Reisehindernis. Reisen war zu allen Zeiten begehrt, aber ein ausschließliches …

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2. Technikwissen, Erfahrung und Planung

Die Modelleisenbahn – Spielzeug oder mehr? Teil 2 des fünfteiligen Gastbeitrags von Rolf Derenbach. Hier geht es zu Teil 1. Die Modelleisenbahn bietet neben dem Vergnügen einen schönen und lehrreichen Zugang zum Zusammenhang zwischen Naturwissen und Technik. Sicher – es hängt Einiges davon ab, wie viel Material man nach mehreren Weihnachtsfesten schon hat. Wenn schon mehr, dann ist der Modellbauer …

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1. Die Modelleisenbahn – Spielzeug oder mehr?

Gastbeitrag von Rolf Derenbach Hier ist des Modellbauers wahrer HimmelZufrieden jauchzet Groß und KleinHier bin ich Mensch, hier darf ich´s sein! Die Anlehnung an Goethe[1] passt, denn an Ostern 2022 ist diese kleine Eloge an die große und kleine Eisenbahn geschrieben worden, fünf Jahre nachdem die Photographie entstanden ist. Vieles hat sich in der Zwischenzeit ereignet. Und es war nötig …

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5. Ministerpräsidenten als Pharaonen

Teil 5 des sechsteiligen Beitrags zu Großprojekten der DB. Teil 4 des sechsteiligen Beitrags zu Großprojekten der DB. Hier geht es zu Teil 1 und Teil 2 und Teil 3 und Teil 4 Von diesem Ausgangspunkt spielten vor allem die Ministerpräsidenten eine unheilvolle Rolle. Der seinerzeitige nordrhein-westfälische Ministerpräsident Clement versteifte sich auf den Metrorapid von Düsseldorf nach Dortmund. Der bayrische …

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4. Gründe für »dusselige« Großprojekte

Teil 4 des sechsteiligen Beitrags zu Großprojekten der DB. Hier geht es zu Teil 1 und Teil 2 und Teil 3 Der BUND hatte sich 2013 für seine Attacke auf die gigantischen Fehlplanungen des Bundesverkehrswegeplans 2003 zwölf unsinnige Großprojekte, das so genannte »dusselige Dutzend«, herausgesucht und ihre Details akribisch kritisiert. Danach lassen sich einige typische Mechanismen für das Entstehen solcher …

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3. Die Geschichte der Bahn – ein vorbildliches »Großprojekt« anderer Art

Teil 3 des sechsteiligen Beitrags zu Großprojekten der DB. Hier geht es zu Teil 1 und Teil 2 Auch die Gründerzeit der Bahn war natürlich ein Großprojekt, nur mit ganz anderen konzeptionellen Grundlagen und »Vorzeichen«. Hier waren von Anfang an Systemdenker am Werke, die eine starke Vision von den Notwendigkeiten und Leistungsfähigkeiten einer guten Bahn hatten. Sie bezogen unmittelbar Deutschlands …

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